Service-Tipps

27.06.2017 18:07 Age: 85 days
Category: Servicetipps

Wasser trinken und auf Straßenschäden achten

Sommerliche Hitze lässt sich am Strand oder im Freibad prima ertragen. Am Steuer eher nicht. Vier Tipps, die das Autofahrerleben in der heißen Jahreszeit komfortabler und sicherer machen.


Im Sommer ist das Autofahrern mit ganz speziellen Herausforderungen verbunden. (Foto © VW)

Im Sommer ist das Autofahrern mit ganz speziellen Herausforderungen verbunden. (Foto © VW)

Klimaanlage richtig einstellen:
Auch wer eine Klimaanlage hat, sollte ein aufgeheiztes Auto vor Fahrtantritt bei geöffneten Türen und Fenstern zunächst gut durchlüften. Erst dann wird die Anlage angeschaltet, zunächst auf Umluft. So kühlt das Auto schneller ab, da keine heiße Luft von außen zugeführt wird. Die Luftaustrittsdüsen sollten nur auf bekleidete Körperpartien gerichtet werden. Trifft die bis zu vier Grad kalte Luft direkt auf nackte Haut, drohen Erkältungen und Muskelzerrungen. Generell sollte der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur nicht zu groß sein. Sonst droht beim Aussteigen der Hitzeschock. Experten raten zu maximal sechs Grad Differenz.

Nicht volltanken:
Bei starker Hitze sollte man das Volltanken seines Fahrzeugs vermeiden. Denn bei hohen Außentemperaturen dehnen sich Benzin und Diesel aus. Ist der Tank dann bis zum Rand gefüllt, droht er überzulaufen. Dadurch steigt das Brandrisiko. Entweicht der Sprit aus dem Tankdeckel kann es außerdem zu Lackschäden kommen, was durch starke Sonneneinstrahlung noch beschleunigt wird. Zapfpistolen haben zwar eine Abschaltautomatik, die das Überfüllen des Tanks verhindern soll. Aber gerade vor langen Fahrten oder bei kurzzeitig niedrigen Kraftstoffpreisen füllen viele Autofahrer trotzdem weiter nach.

Auf Straßenschäden achten:
Nicht nur der Frost setzt Straßen zu, auch die Hitze macht Probleme. Besonders spektakulär und gefährlich sind die sogenannten Blowups auf Beton-Autobahnen. Wird es plötzlich heiß und hält die Hitze mehrere Tage an, kann sich die unflexible Fahrbahn wölben und aufplatzen. Rund 30 Prozent der deutschen Autobahnen haben eine Betonoberfläche – erkennbar an dem im Vergleich zu Asphalt helleren Aussehen. Autofahrer sollten auf solchen Strecken besonders vorsichtig fahren, Motorradfahrer meiden sie besser komplett. Keine Blowup-Gefahr besteht auf Asphalt-Fahrbahnen. Allerdings kann sich dort bei Hitze der weiche Teer verformen, so dass tiefe Spurrillen entstehen. Bei einem Sommergewitter besteht dort dann erhöhte Aquaplaning-Gefahr.

Ausreichend trinken:
Auch wer im klimatisierten Auto sitzt und nicht schwitzt, sollte im Sommer viel trinken. Denn die Anlage entzieht der Luft Feuchtigkeit, so dass Schleimhäute in Nase und Augen austrocknen. Flüssigkeitsmangel führt zu Kopfschmerzen und Konzentrationsstörungen, wodurch das Unfallrisiko steigt. Experten empfehlen für Autofahrer magnesiumreiches Mineralwasser, das neben der Flüssigkeit auch wichtige Mineralstoffen und Spurenelemente liefert. Abgeraten wird von süßen Limonaden. Der Zucker sorgt zwar kurzfristig für Energie, lässt Körper und Geist aber danach in ein Leistungsloch fallen. (SP-X)